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Seit Juli 2005 sind wir nun stolze Besitzer einer Alpakaherde. Wir, dass heißt Vater Rainer, Mutter Herma, Tochter Madeleine und Sohn Henning. Wir können uns heute gar nicht mehr vorstellen ohne diese außergewöhnlichen und wertvollen Tiere zu leben.
Wir bewirtschaften im Landkreis Oldenburg in Ganderkesee (15km von Bremen) einen Bauernhof. Zu diesem Betrieb gehören 50ha Ackerland und 10ha Grünland, welches mit Rindern und Alpakas bewirtschaftet wird. Aus Gründen des Strukturwandels mussten wir uns etwas einfallen lassen. Das Schlagwort vom „Wachsen oder Weichen“ ging um. Dieses konnten oder wollten wir aber nicht. Rainer besann sich auf eine Adresse die er Jahre zuvor zurückgelegt hatte. Es war das „World Watch Centre“ in Washington. Er hat es einfach „angegoogelt“ und befand sich darauf auf dessen Homepage. Das „World Watch Centre“ ist im „Weißen Haus“ angesiedelt und beschäftigt sich unter anderem mit der weltweiten Landwirtschaft und deren Zukunft. Für die „westliche“ Landwirtschaft prognostisierte man das heutige Szenario, also „Wachsen oder Weichen“. Mit einer Ausnahme!!! DER ALPAKAZUCHT.
Nach einigen Recherchen im Internet, haben wir die ersten Züchter aufgesucht. Nach einiger Zeit (man musste es erst einmal verinnerlichen, mit was für wertvollen Tieren man es zu tun hatte) entschieden wir uns eine 19 köpfige Huacayaherde, bestehend aus hochwertigen Zuchtstuten. 2005 war der große Tag gekommen und wir holten die Tiere aus der Quarantäne zu uns auf den Hof. Der Umgang mit ihnen verlief problemlos. Die Herde war im Dorf, in der Gemeinde und eigentlich in der ganzen Gegend die Attraktion. Die Presse einschließlich Funk und Fernsehen bescherten uns einen guten Besucherstrom. Dieser war auch gut für unser „Melkhus“ (kleine Milchraststätte).
Wir mussten jede menge Führungen und kleine Vorträge halten. Besonders beeindruckend bei den Besuchern war das weiche Vlies, die tollen Produkte daraus, das Alpaka selbst mit den dunklen Augen und der vielfarbigen Faser. Keine Frage diese Tiere faszinieren! Im Winter gab es einen aufregenden Moment, wir hatten eine Wintergeburt. Zuerst helle Aufregung, denn der Chef war nicht zu Hause und die restliche Familie musste mit der Geburt unseres ersten Alpakafohlens alleine fertig werden, aber wir wussten uns zu helfen. Nachdem wir uns bei einigen Züchtern sachkundig gemacht hatten, ging alles reibungslos. QAI Bambi ein dark fawn farbenes Stutfohlen, war geboren.
2007 gönnten wir uns 2 eigene Deckhengste. Peruvian Maple Brook Nomar, perunischer Abstammung und QAI Aaron, chilenischer Abstammung, zogen neu bei uns ein. Diese beiden Ausnahmehengste bereichern uns mit zahlreichen phantastischen Nachkommen. Sie können bereits zahlreiche Showerfolge und erste Zuchtwertschätzungen nachweisen.
2008 war es endlich so weit, wir haben mit Spannung die ZEP Ergebnisse unserer ersten Nachwuchshengste erwartet. Unser schwarzer Hengst QAI Owomoyela konnte sich als bester mit 96 von 100 Punkten durchsetzen. In den darauffolgenden Shows konnte er sich ebenfalls durchsetzen. Owomoyela erreichte 2mal den 1.Platz und 2mal den 2.Platz.
Im Sommer 2009 war es endlich soweit, die ersten Nachkommen von unseren vielversprechenden Nachwuchshengsten QAI Owomoyela und QAI Bonito sind geboren. Ihre Fohlen entwickeln sich von Anfang an prächtig. Sie werden mit unter auf den nächsten Shows zu sehen sein.
So begann die Faszination und dauert weiterhin an. Mittlerweile konnten wir unserer Herde auf über 80 Tiere ausbauen.
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